Ist ein Ende der “Island-Saga” in Sicht? Seinen Befürwortern zufolge vollbringt der Kapitalismus Wunder, so genannte “Wirtschaftswunder”. Auf wessen Kosten die gehen, wird dabei in der Regel diskret verschwiegen. Einer der letzten Schauplätze dieser “Wunder” war Island. Doch mit der weltweiten Finanzkrise scheint jetzt auch dort die irdische Normalität zurückzukehren. download Einige Rahmendaten der [extern] Island-Saga, wie sie die “Financial Times” in einem Leitartikel am 25.März nannte, waren in der Tat beeindruckend. Seit 1996 bewegte sich das jährliche Wirtschaftswachstum (einen kurzen Einbruch im Jahr 2002 ausgenommen) stets zwischen 4% und 6,5%. Vollbeschäftigung ist auf Island noch kein Fremdwort: Die Arbeitslosigkeit liegt inzwischen unter 1%, der Anteil der Erwerbstätigen an der Gesamtbevölkerung bei rekordverdächtigen 84,2% - und das obwohl sich die Zahl der Arbeitsimmigranten seit 1998 mehr als verfünffachte.